Unsere Vision
Unsere Werte sind Vertrauen, Verbundenheit, Achtsamkeit und Eigenverantwortung.
Wir gestalten einen lebendigen Ort, an dem sich Menschen aller Lebensphasen individuell und gemeinsam entfalten können. Vielfalt ist für uns gelebte Realität - unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Sexualität, Religion oder Spiritualität. Jede Person trägt eigenverantwortlich zur Gemeinschaft bei.
Der Ort
Manchmal kommen die Dinge zu einem, obwohl man sie gar nicht sucht. So auch in unserem Fall.
Ein ehemaliger Bauernhof mit einer Größe von reichlich 8.000 Quadratmetern möchte ein zweites Leben beginnen. Der Drei-Seiten-Hof liegt in einem kleinen Ort mit etwa 250 Einwohnenden im Landkreis Meißen. Im Ort selbst befindet sich eine Bäckerei, weitere Einkaufsmöglichkeiten gibt es in der Stadt Meißen oder in Weinböhla.
Eine Grundschule befindet sich in Niederau, die nächstgelegene Kita mit Krippe ist in Ockrilla und weiterführende Schulen sind in Weinböhla oder Meißen.
Eine schnelle Anbindung nach Dresden und/oder Leipzig hat man über die Regionalzüge am Bahnhof Niederau oder über die S-Bahn in Meißen.
Wir haben Lust auf die Reise ins Unbekannte - in Gemeinschaft - mit ähnlich denkenden Menschen wie uns...
Ein paar Eckpfeiler
Wir möchten das Wohnhaus (gebaut 1870) gemeinsam mit allen Beteiligten aus- und umbauen, sodass für etwa 4 (Wahl-)Familien und 1-3 Personen/Paare Platz geschaffen wird. Ein Bauwagen und/oder Tiny House wäre zusätzlich denkbar. Jede Familie/Partei hat einen eigenen Wohnraum, um genügend Rückzugsmöglichkeiten zu gewährleisten.
Das ist uns trotz Gemeinschaft wichtig. Geplant ist jedoch auch eine 4-er WG - falls vorzugsweise das Konzept gewünscht ist. Zu Gunsten der Gemeinschaftsflächen werden die individuellen Wohnflächen gering gehalten.
Die Grundstruktur für das Projekt wird eine Ein-Haus-Genossenschaft. Sprich das Grundstück wird zu Gemeinschaftseigentum. Bewohnende sind damit Mieter:in und Genossenschaftsmitglied zugleich. Die Finanzierung des Projektes erfolgt durch Eigenanteile der Mitglieder (ca. 30 %), Fördermittel und Bankkredite, solidarische Wohnkostenverteilung sowie Förderdarlehen Einzelner.
Die Besonderheit bei uns: die Küche wird nicht Bestandteil der eigenen Wohnung sein. Gemeinschaft besteht bei uns im Alltäglichen. Wir wollen den Versuch wagen, uns täglich so "natürlich" wie möglich zu begegnen. Dafür soll es einen großen Wohn-Küchen-Raum geben: den ehemaligen Stall mit seinem schönen Gewölbe. Hier wird (gemeinsam oder alleine) gekocht, gegessen, gesungen, gelacht, geweint... Es wird vegetarische und nicht-vegetarische Koch-/Arbeitsflächen geben. Jede*r darf für sich kochen - wann und wie es passt und es gibt genügend Platz, um alleine oder falls gewünscht dann doch in Gruppe zu sein und zu sitzen. Für uns hat das mehrere Hintergründe: Gemeinschaft im Alltag sowie Nachhaltigkeit und geringerer Ressourcenverbrauch.
Bauernhof 2.0 mit der eigenen Wahlfamilie heißt für uns auch, dass wir in der Zukunft (Nutz-) Tiere halten, um uns damit selber zu versorgen (z.B. Hühner). Auch Obst und Gemüse wollen wir nach ökologischen Standards für den Eigenbedarf anbauen. Beim Thema Energie streben wir eine möglichst emissionsfreie und autarke Versorgung an.
Wir streben eine soziokratische Kultur an und Treffen Entscheidungen im KonsenT* in unserem Plenum. Wir pflegen eine Kultur der Selbstverantwortung und Fehlerfreundlichkeit. Konflikte sollen dadurch früh erkannt und gelöst werden (z.B. durch Reflexionskreis, interne Schlichtung oder externe Mediation).
*im KonsenT gilt eine Entscheidung als dann getroffen, wenn es keine (begründeten) schwerwiegenden Einwände gibt; https://soziokratiezentrum.de
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